Wie ein Steinway die BDB-Musikakademie beflügelt

Ob beim Vorspiel, in der JMLA-Prüfung oder beim Partiturspiel – ohne Begleitung des Klaviers sind eine Bläser- und eine Dirigentenlaufbahn kaum denkbar. Eine Begegnung der herausragenden Art ist die mit einem Steinway: Seit 2024 beflügelt ein D-274 die BDB-Musikakademie. Steinway Generalrepräsentant und Klavierbauer Claudio Labianca zeichnet im Gespräch mit Dr. Edda Güntert ein eindrucksvolles Porträt eines hochwertigen Instruments, das das Herz der Bildungsarbeit der Musikakademie bildet – und das aktuell im Zentrum der Tastenpaten-Aktion „KEY to Culture“ des Fördervereins steht.

„Ich sage immer, ich bin dafür geboren, Klavierezu verkaufen“, meint Claudio Labianca im Gespräch lachend – und doch lässt jede Begegnung mit ihm spüren, dass es ihm stets um mehr geht, als Tasteninstrumente zu vertreiben. Hier ist Liebe im Spiel – und das nicht allein deswegen, weil er seine Frau Katrin, „gute Seele“ und inspirierende, tragende Kraft seines Klavierhauses in Offenburg und seiner Steinway Gallery in Baden-Baden, über Klaviere kennengelernt hat. Leidenschaft vereint mit Überzeugung und professionellem Know-how: Das ist der tragende Dreiklang einer Erfolgsgeschichte, die immer auch mit unternehmerischem Mut und Durchsetzungskraft einherging – nicht die einzige enge Verbindung zwischen Steinway, den Flügeln und Labianca. 2.000 Mark Eigenkapital für die Eröffnung eines Klavierhauses stehen 1998 an ihrem Beginn: „Was ein Businessplan ist, wusste ich damals gar nicht“, so Labianca mit Augenzwinkern.

2010 wird Labianca offizieller Vertragspartner von Steinway & Sons und steigt damit in die Champions League der Klavierhäuser auf. Im Mai 2025 verleiht ihm Präsident und Managing Director Europe Guido Zimmermann ob seiner vielfältigen Verdienste um Steinway und um die Musikkultur anlässlich der festlichen, prominent besetzten Eröffnung seiner Steinway Gallery in Baden-Baden die Goldene Steinway Lyra. Die Lyra ist eines der ältesten Symbole der Musik – und auch Blasmusikern bestens vertraut. Sie verbindet Musikwelten und symbolisiert eine Marke, der international renommierte Künstlerinnen und Künstler aus Klassik, Jazz, Pop und Rock vertrauen. Seit diesem Jahr krönt sie das Lebenswerk Claudio Labiancas, der wie kein zweiter als Botschafter eines Unternehmens wirkt, das seit über 170 Jahren weltweit Maßstäbe für Klangkultur setzt.

Steinway. Legende mit Bodenhaftung

Steinway: Klasse und Glamour schwingen in diesem Namen mit. Vor allem aber verbindet er sich mit Handwerkskunst, Wertbeständigkeit – und Nachhaltigkeit: Elfenbeintasten sind schon seit Ende der 80er-Jahre kein Thema mehr bei den Instrumenten, die seit jeher auf Langlebigkeit hin entwickelt werden. Was an Holz nicht zum Klavierbau verwendet werden kann, wird in der modernsten Holzheizkraftanlage Europas in der seit 1880 bestehenden Hamburger Manufaktur wieder zur Energiegewinnung eingesetzt. „Steinway war schon nachhaltig, bevor der Begriff überhaupt aufkam“, sagt Labianca, bei dem E-Pianos allein schon wegen der Umstände der Herstellung Grauen auslösen, „ganz abgesehen davon, dass sie gerade bei Kindern und Anfängern das notwendige Gespür für das Instrument und den Anschlag verhindern.“ Ein Steinway Flügel entsteht nicht am Fließband, sondern in einem aufwendigen Prozess, der verschiedenste Handwerke vereint. Aus erlesenem, in mehreren Schichten verleimtem Holz entsteht von der Biegung und Trocknung des Rims (des äußeren Rahmens), dem Einpassen des Gussrahmens über das Aufziehen der Saiten (Zugkraft: rund 20 Tonnen) bis hin zu Intonation, Regulierung und Stimmung in komplexen Arbeitsschritten ein aus rund 12.000 Einzelteilen bestehendes, zu etwa 80 % in Handarbeit geschaffenes Premiumprodukt. Dass – anders als bei Mitbewerbern, bei denen der Korpus gewissermaßen rein äußerlich abschließend um das Instrument herum gebaut wird – der Flügel bei Steinway in das bereits bestehende Gehäuse als wesentlich mitklingendem Part hinein gebaut wird, ist für Labianca Teil des Klanggeheimnisses von Steinway. Damit geht einher, dass es (wie Labianca amüsiert erzählt) nicht ratsam ist, bei Steinway nach „B-Ware“ zu fragen, wie er es zu Beginnseiner Laufbahn, an andere Hersteller gewöhnt, beim Antrittsbesuch in Hamburg einst arglos unternommen hatte: „Die hätten mich damals fast umgebracht. Sowas gibt es in Hamburg nicht.“

Steinway Flügel in der BDB-Musikakademie Staufen, Foto: Frank Tusch

Das komplexe Zusammenwirken von Gehäuse und Innenleben sorgt zusammen mit der „Handschrift“ von über 250 hochqualifizierten Handwerkerinnen und Handwerkern dafür, dass jedes Instrument ein Einzelstück darstellt. „Zwischen Flügeln können Welten liegen“, hört man Pianist Rudolf Buchbinder in einem der faszinierenden YouTube-Videos sagen, die den spannenden Prozess der „selection“, der Auswahl eines Steinway Flügels durch Künstler für Konzerte bzw. für bestimmte Konzertsäle zeigen.

Da ist der eine Flügel „brillanter“, ja sogar „leicht schärfer“ („gut für Mozart und Bach“), hat der eine mehr „personality“ und Fülle, hat der andere aber einen aufblühenden Klang, eine „voice“, die dem romantischen Repertoire eher zugute kommt – und wenn Labianca mit Steinway Artist Moritz Ernst, dem künstlerischen Leiter der Badenweiler Musiktage, auf der Suche nach einem durchsetzungsstarken Flügel „mit breiter Brust“ ist, kann auch schon mal ein „Monster“ (O-Ton Ernst) gesucht – und gefunden werden.

Mit Stimm- und Transportservice, Verleih, Wartung und Instandsetzung in hauseigener Werkstatt bietet Labianca ein Full-Service-Angebot rund um die wertvollen Instrumente an, von dem neben dem Konzerthaus Freiburg auch das Festspielhaus Baden-Baden profitiert. Labianca verweist auf die spezifische Mechanik und Klangstabilität eines Steinway, der mittels guter Techniker am Freitag für den einen und am Samstag für einen anderen Künstler adäquat reguliert werden kann und „selbst nach einem Transport bei 10 Grad minus“ bei Ankunft auf der Bühne und nach wenigen Handgriffen „einfach da“ ist: „Es gibt wenig vergleichbare Instrumente, die so stabil sind. Ich vergleiche das immer mit einem Mercedes 300 Diesel mit 1,5 Mio. Kilometer drauf, der mich sicher von Staufen nach Hamburg bringt. Ich sage immer: Es gibt keine schlechten Steinways, es gibt nur schlecht gewartete Steinways. Die Künstler – es ist ja der absolute worst case, wenn sie gezwungen sind, mit einem schlechten Instrument zu arbeiten! – können sich einfach darauf verlassen.“ Auch darauf, dass, – egal wo sie auf der Welt gerade sind –, dank der zentralen Steinway-Artist-Abteilung (ein weiteres Alleinstellungsmerkmal) bei etwaigen Problemen 24/7 immer ein „Helfer in der Not“ für sie an Ort und Stelle vermittelt werden kann. Dass man sein Handwerk können muss, versteht sich von selbst: „Meine Leute gehen regelmäßig nach Hamburg auf die Academy und bilden sich weiter.“ Gerne erinnert er an den Firmengründer Heinrich Engelhard Steinweg, der sein erstes Piano („… das berühmte „piano n° 1“) heimlich in einer Waschküche („… deswegen auch ‘kitchen piano’“) konstruiert hatte: „Sein Anspruch war, das kompromisslos bestmögliche Piano zu bauen. Dass die meisten seiner Klaviere und Flügel vor 140 Jahren bereits aus-konstruiert waren und bis heute unverändert nachgebaut werden, zeigt, wie tragfähig seine Vision und was für ein unternehmerisches Genie er selbst war.“ Was die selection-Prozesse deutlich machen: Es ist die Harmonie von Bodenständigkeit und Exzellenz, die die Grundlage für Spitzenleistungen schafft. Eine Balance, die, wie Claudio Labianca findet, einem „genau so auch in der BDB-Musikakademie“ als Forum von Profi- und Amateurmusikern begegnet – und die er auch in sich selbst als Person verankert weiß. Wer erlebt, wie er, – die „1 a plus Lage“ seiner neuen Steinway Gallery in Baden-Baden beschreibend –, im schönsten Badisch das unmittelbar benachbarte traditionsreiche Kaffeehaus König noch vor Festspielhaus, Aston Martin und der Rolex Generalvertretung erwähnt und von den Schulklassenbesuchen und klavierbegeisterten Kindern in seiner Steinway Lounge schwärmt, der weiß, dass elitäre Abgehobenheit nicht sein Ding ist. Zugänge zur Exzellenz schaffen, Kinder und vor allem gerade auch Amateure möglichst von Beginn an an Qualitätteilhaben und schulen zu lassen sowie das Bewusstsein für Wertigkeit – gerade in Zeiten einer um sich greifenden Wegwerfkultur – wieder schärfen: Das sind Werte, die er überzeugt und überzeugend vertritt und die sich im Bild des Steinway als hochwertigem Alltags- und Familienpartner in der Imagebotschaft des Unternehmens widerspiegeln.

Katrin und Claudio Labianca, Steinway Flügel

Verbunden im Zeichen der Steinway-Lyra: Claudio und Katrin Labianca

Genau diese Werte findet er auch in der BDB-Musikakademie, ihrer Mischung aus Weltoffenheit und Bodenhaftung und in den Menschen dort wieder. „Hier gilt noch der Handschlag, im Sinne von ‚ein Mann – ein Wort’“, lobt er Akademieleiter Christoph Karle, wie er auch für die neue Akademie („Ein Meilenstein!“) selbst nur anerkennende Worte findet: „Ich habe so etwas noch nie gesehen“, sagt der Generalrepräsentant von Steinway Südbaden, der seit 2016 mit der BDB-Musikakademie beratend verbunden ist. „Es ist fantastisch, was hier auf die Beine gestellt wurde und mit welcher Professionalität hier musikalisch-kulturelle Bildung auf Spitzenniveau in die Breite getragen wird.“ Dass er diesem besonderen Bildungszentrum mit seinem „akustisch hervorragenden Raum“ ein ebenso besonderes, adäquates Instrument vermitteln konnte, freut ihn besonders: „Wenn ich ein Grand Prix Autorennen fahre, wähle ich halt keinen alten Opel Kadett“. Zugleich weiß er, dass der Erhalt dieses Instruments mit Herausforderungen verbunden ist, die nun der Förderverein mit seiner Tastenpaten-Aktion „KEY to Culture“ anpacken will. Eine Unternehmung, die Labianca ideell und vor allem als Sponsor des Konzertevents „Wirtschaft trifft Kultur“ im November unterstützt: „Im Grunde macht ihr in der Akademie genau das, was der Gründer von Steinway getan hat: Anspruch ohne Kompromisse verfolgen – und erfüllen.“

Tor zur (musikalischen) Welt, Herz der Akademie: Der Steinway D-274

In über 95 % der führenden Konzerthäuser und Kulturzentren der Welt erklingt ein Steinway – hauptsächlich in Gestalt eines Steinway D-274, der als Konzertflügel erster Wahl gilt und seit 1884 in unveränderter Architektur gebaut wird. Ein solcher D-274 wirkt – auf Vermittlung von Claudio Labianca – seit 2024 auch in der BDB-Musikakademie in Staufen. „Jede Minute wird auf der Welt ein Konzert mit einem Steinway eröffnet“, erzählt Labianca. Ein Faktum, das die Fotowände bei Steinway & Sons Hamburg mit Porträts und Signaturen in seiner Eindrücklichkeit noch erhöht. Denn hier findet sich das „Who is Who“ der internationalen Musikszene. So wie die Lyra alle Genres in sich vereint, so selbstverständlich findet hier neben Stars wie Lang Lang und Alicia Keys auch Tausendsassa Helge Schneider das Instrument seiner Wahl. Zahlreich sind die Geschichten, die sich um die Instrumente aus dem Hause Steinway ranken. Innigst verbunden mit „ihren“ Künstlerinnen und Künstlern – darunter Größen wie Arthur Rubinstein, Vladimir Horowitz, Glenn Gould und Leonard Bernstein – haben sie in legendären Konzerten und Tonaufnahmen Musik- und Kulturgeschichte mitgeschrieben und dazu beigetragen, die großen Werke lebendig zu halten.

Professioneller Partner, verlässlicher Begleiter: Der Flügel im Einsatz beim Bildungsfestival „Querwind“, hier mit Tatjana Ruhland (Flöte) und Yoko Müller-Takahashi (Klavier).

Auch der Flügel der BDB-Musikakademie ist ein solcher spannender „Storyteller“: Wer kann schon von sich behaupten, drei Weltstars – zumal drei in ihrem künstlerischen Profil so unterschiedliche – wie Lang Lang, Martha Argerich und Grigory Sokolov überzeugt zu haben? Virtuose, weltläufige Brillanz, impulsive Kraft und poetische Innerlichkeit: All das vereint dieses Instrument, bei dessen Bandbreite von orchestraler Fülle bis hin zum kristallin tragfähigen pianissimo auch Katharina Kegler, in der BDB-Musikakademie bestens bekannte Pianistin und Begleiterin vieler Solistinnen und Solisten, ins Schwärmen gerät. Der vierte internationale Top-Star im Bunde ist Steinway Artist Frank Dupree: Der Opus Klassik Preisträger und International Music Award Gewinner arbeitet eng mit den Klangkörpern des SWR zusammen, ist seit langem mit Claudio Labianca („Ich vertraue ihm blind.“) verbunden – und ist bestens mit dem Staufener Flügel vertraut. Für die „Musikwelten“ der BDB-Musikakademie und ihr genreübergreifendes Konzept, das Klassik, Jazz, Blas- und Volksmusik, Militärmusik, Rock und Pop sowie Bläser-, Vokal- und Saitenmusik ebenso wie alles rund ums Schlagwerk verbindet, ist er der ideale Gewährsmann: International gefeiert als Beethoven- wie Gershwin-Interpret gleichermaßen, verbindet er als Play-Direct-Künstler seine Fähigkeiten als Pianist und Dirigent, macht verblüffende Verbindungslinien zwischen Jazz und Klassik, Epochen und Stilen auf unmittelbar einleuchtende Weise hörbar – und liefert sich als Profi-Schlagzeuger mit Drummer Obi Jenne in seinem „Frank Dupree Trio“ schon mal virtuos spaßige Trommelgefechte. Beim nächsten Konzertevent und Netzwerktreffen „Wirtschaft trifft Kultur“ des Fördervereins der BDB-Musikakademie im November wird das Trio den Bach-Saal zum S(ch)wingen bringen – und den Steinway D-274 als „Alleskönner“ in seiner ganzen Bandbreite vorstellen. „Ein perfekter Dreiklang – Dupree, der Flügel, die Musikakademie“, meint Labianca, der den Ruf der BDB-Musikakademie als Bildungszentrum mit überregionaler Strahlkraft durch ein solches Instrument wesentlich bestärkt sieht: „Ein Instrument wie dieses wird auch in Zukunft – und eine Musikakademie hat immer die kommenden Generationen, die Kinder und Jugendlichen im Blick – Top-Kräfte aus der Musik anziehen, um die Qualität der Meisterkurse, Workshops, Bildungsangebote und Konzerte zu sichern.“

Virtuose Grenzgänger zwischen Jazz und Klassik: Das „Frank Dupree Trio“ 
Foto: Ralph Steckelbach

KEY to Culture: Tasten, die Türen öffnen – zu Kultur, Bildung und Zukunft

Seit 2024 versieht der D-274 in der BDB-Musikakademie seinen Dienst – mit der Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit, die einem Steinway eigen sind. Ob „Clarimondo“, „Querwind“, „Saxophonia“ oder auch „Blechrausch“, wo er vergangenes Jahr beim Konzert von Alexander Wurz zum Einsatz kam, ob solo oder als zuverlässige Begleitung von Top-Solistinnen und -Solisten, jungen Musizierenden oder begeisterten Amateurinnen und Amateuren: „Der Flügel versinnbildlicht die Qualität und Weite unseres musikalischen Bildungsangebotes“, sagt Akademieleiter Christoph Karle, für den der Steinway ein nicht mehr wegzudenkender Pfeiler des Hauses ist. Einen möglichen Verlust sieht er als empfindliche Beeinträchtigung des bisher Erreichten: „Er erschließt uns wichtige, zukunftsträchtige Kontakte zu bedeutenden Institutionen, Experten und musikalischen Größen, vernetzt dieses Haus mit namhaften Bühnen – und schafft allen, die hier wirken, musizieren und Musik erleben, Zugänge zu den „Musikwelten“, die die Weltoffenheit und Interkulturalität unseres Hauses spiegeln.“ Stimmen, die auch ein weniger wertiges Instrument für die BDB-Musikakademie als „ausreichend“ erachten, hält Claudio Labianca Aspekte wie „Anspruch“, „Nachhaltigkeit“, „Wertsteigerung“ und „Investment“ entgegen: „Bei richtiger Pflege wird die Akademie dieses Instrument noch in 200 Jahren haben. Steinways sind für Generationen gedacht. Ein anderes Instrument ist in 40, 50 Jahren durch.“

Dass „Key“ sowohl Taste als auch Schlüssel bedeutet, bietet dem Förderverein die Möglichkeit, seine Aktion zum Erhalt des immer noch einer endgültigen Finanzierung harrenden Flügels mit dem Kampagnentitel „KEY to Culture“ zu versehen. Damit soll nicht nur die Schlüsselrolle des Instrumentes für den Fortbestand der Qualität des Bildungsangebotes der BDB-Musikakademie hervorgehoben werden, sondern auch potenziellen Tastenpaten und Unterstützern signalisiert werden, dass sie mit ihrem Engagement für den Flügel – und im erweiterten Sinne für die BDB-Musikakademie – eine Investition in kulturelle Bildung als Schlüsselressource der Zukunft tätigen. Mit dem Kauf einer oder mehrerer Tasten als „Key(s) to Culture“ sind entsprechende Gegenleistungen zur Sichtbarmachung des Engagements verbunden. Gleichzeitig erschließen sich die „Key Partner“ Zugang zu den kulturellen Angeboten der BDB-Musikakademie (Einladungen und Ticketkontigente), zu den Angeboten des BDB-Kulturhotels als Kultur- und Bildungspartner sowie zum Netzwerk „Wirtschaft und Kultur“, das sich verstärkt um eine Verbindung und den kreativen Austausch beider Welten gerade in Krisenzeiten bemüht. „Innovationsfreude ist etwas, was aus Kreativität, Inspiration und dem vertrauten Umgang mit einer vielstimmigen, polyphonen Gesellschaft erwächst“, ist Siegfried Rappenecker, erster Vorsitzender des Fördervereins, überzeugt: „Musik ist der ideale Nährboden für sogenannte „Future Skills“, die jedes Unternehmen braucht – im Miteinander von Kultur und Wirtschaft können beide Welten viel voneinander lernen.“ Auch das repräsentiere der Steinway Flügel in seiner Verbindung von technischer Meisterschaft, unternehmerischem Erfolg und künstlerischer „Seele“ in idealer Weise. Wie Rappenecker sieht auch Claudio Labianca die BDB-Musikakademie als ideales Forum für unternehmerisches Engagement. Der Unternehmer ist selbst vielfältig engagiert im kulturellen Bereich, hat erst im vergangenen Jahr die Sanierung der Steinmeyer-Orgel der evangelischen Stadtkirche Offenburg maßgeblich unterstützt. In Kultur und Musik, in ein hochwertiges Instrument wie einen Steinway – gerade auch in Krisenzeiten – zu investieren, sieht er als Wertanlage im Wortsinn, vor allem aber als Bekenntnis zu Kultur als verbindender Kraft: „Wenn ich überlege, wie viele tolle Menschen ich über die Instrumente kennengelernt habe! Die tollen Freundschaften, die Begegnungen mit Menschen – das ist für mich der eigentliche Gewinn, das ist das große Geschenk, was sich mit einem so besonderen Instrument wie diesem Flügel verbindet: Er bringt Menschen zusammen.“ Eine gute Botschaft angesichts aller Krisenmeldungen und Spaltungserscheinungen, wie sie täglich auf uns eindringen. Was würde er als „Call to Action“ potenziellen Förderinnen und Förderern der KEY to Culture-Tastenaktion zurufen? „Macht euer Herz auf – und euren Geldbeutel. Das ist Investment für die Gesellschaft – für die Zukunft. Für die kommenden Generationen.“

Dr. Edda Güntert