Drei intensive Kurstagen, eine energiegeladene Jam-Session in der Bar und ein grandioses Abschlusskonzert: Das BigBandBootCamp (BBBC) wurde für die BDB-Musikakademie und den BDB zu einem fulminanten Auftakt in das Jubiläumsjahr.
Bereits die Jam-Session am Samstagabend setzte ein Ausrufezeichen: Zwischen Bar-Jazz, spontanen Soli und begeistertem Applaus wurde schnell klar: Hier geht es um Spielfreude, Begegnung und den gemeinsamen Groove. Die besondere Atmosphäre sowie die Möglichkeit mit einer hochkarätigen Jazz-Combo und Jazz-Größen wie Klaus Graf, Saxophonist der SWR Big Band, auf der Bühne zu stehen, wurden für die Teilnehmenden zu einem exklusiven Erlebnis.
Drei Bands, ein Spirit
Und auch in den Proberäumen ging das Kurskonzept voll auf. Mit gleich drei Bigbands, zahlreichen Section- und Technikproben, Improvisations-Sessions sowie Workshops zu Themen wie Bigband-Geschichte, erweiterte Instrumentierung oder Ensembleleitung bot das BBBC 2026 ein so breites Angebot wie nie zuvor.
Unter der künstlerischen Leitung von Ralf Schmid und mit einem hochkarätigen, erstaunlich jungen Dozententeam – aus Fabia Mantwill, Klaus Graf, Charlotte Lang, Christoph Neuhaus, Simon Eckert, Tobias Herzog, Lisa Wilhelm, Juliana Blumenschein und Frieder Berlin – wurde stilistisch vielfältiges Repertoire erarbeitet. Dozierende – von Berlin bis Basel angereist – brachten ihre künstlerische Handschrift ein – und wechselten bewusst zwischen den Bands. So konnten alle Teilnehmenden unterschiedliche Probenansätze, Klangvorstellungen und methodische Zugänge kennenlernen.
Integration statt Konkurrenz
Besonders bemerkenswert war für die Teilnehmenden die Atmosphäre des Kurses. Musikerinnen und Musiker ohne Bigband-Erfahrung werden selbstverständlich integriert. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, doppelte Registerbesetzungen und flexible Arrangements sorgen dafür, dass niemand über- oder unterfordert wird. „Es gelingt den Dozierenden, auch Beginner hervorragend zu integrieren“, schreibt ein Teilnehmer. „Es gibt keinerlei Konkurrenzdenken oder Stress – allen bereitet es von Beginn an großen Spaß.“ Diese Offenheit war vom ersten Ton an spürbar. Eine Teilnehmerin sagte bereits nach der ersten Probe: „Ich bin total beglückt. Ich bin recht k.o. angekommen – und jetzt schon wieder richtig frisch, nachdem wir einfach die Instrumente ausgepackt und losgespielt haben.“ Ihre drei Adjektive, um das BigBandBootCamp zu beschreiben: „fetzig, fröhlich und fantasievoll.“
Lernen mit Lockerheit und Tiefgang
Neben aller Spielfreude überzeugte das BBBC durch hohe musikalische Qualität. Die Dozierenden vermittelten mit „ungeheurer Lockerheit, großartiger Didaktik und erfrischendem Dirigat“ wichtige Impulse zu Interpretation, Artikulation und Dynamik. Technik- und Improvisations-Sessions eröffneten neue Perspektiven, Instrumental-Coachings vertieften individuelle Fragestellungen.
Unterstützt wurde das Wochenende zudem von der Firma Yamaha, die mit einer umfangreichen Instrumentenauswahl zum Testen zusätzlichen Mehrwert boten.
Ein Wochenende, das nachklingt
Nach drei intensiven Tagen gingen die Teilnehmenden mit „großartiger Stimmung und einem Koffer voll neuer Ideen“ nach Hause. Für viele steht schon jetzt fest: Das letzte Januarwochenende 2027 ist reserviert.
Hat das BigBandBootCamp 2026 doch eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig, offen und generationenübergreifend Bigband-Musik sein kann – und wie ein gelungener Start ins Jubiläumsjahr klingt: mit Groove, Gemeinschaft und ganz viel Begeisterung.
Save the Date: Das nächste BigBandBootCamp findet vom 29.–31. Januar 2027 in der BDB-Musikakademie Staufen statt.
Text: Martina Faller
Fotos: Julia Kesch