Vom 5. bis 13. Juli ist die weltweite Blasmusikfamilie zu Gast in der BDB-Musikakademie. Die beiden internationalen Orchesterprojekte World Youth Wind Orchestra Project (WYWOP) und World Adult Wind Orchestra Project (WAWOP) bringen Musikerinnen und Musiker aus 13 Nationen zusammen und gastieren mit zwei außergewöhnliche Abschlusskonzerten am 12. Juli im FaustForum Staufen.
Nach über 25 Jahren in Schladming schlagen diese beiden weltweit einzigartigen Orchesterprojekte erstmals ihre neue Heimat in der BDB-Musikakademie Staufen auf und unter dem Motto “Building a Bridge” eine musikalische Brücke in die Zukunft. Denn mit dem Wechsel an die BDB-Musikakademie Staufen beginnt ein neues Kapitel dieser außergewöhnlichen musikalischen Projekte. „Wir fühlen uns geehrt, dass die künstlerischen Leiter Verena Mösenbichler-Bryant und Johann Mösenbichler die BDB-Musikakademie Staufen als neuen Austragungsort gewählt haben. Damit bleiben der internationale Geist und die besondere Strahlkraft dieser Projekte erhalten,“ sagt Akademieleiter Christoph Karle.
Eine Brücke von Schladming nach Staufen
Aus 13 Nationen reisen Musikerinnen und Musiker Anfang Juli nach Staufen, um unter der Leitung international renommierter Dirigentinnen und Dirigenten gemeinsam ein musikalisches Erlebnis auf höchstem Niveau zu schaffen. Die BDB-Musikakademie wird dabei nicht nur zum Probenort, sondern zum Treffpunkt einer weltweiten Blasmusikgemeinschaft. Bei Akademieleiter Christoph Karle ist die Vorfreude groß, denn er weiß: „Es gibt Momente, die weit über ein Konzert oder Festival hinausgehen. Momente, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprachen und Kulturen zusammenkommen und erkennen, dass sie etwas Gemeinsames verbindet: die Musik“. Genau das ist die besondere Idee hinter den Orchesterprojekten: „Jedes Jahr kommen Musikerinnen und Musiker aus den verschiedensten Ländern und Lebenswelten zusammen, um eine Woche lang das zu erleben, was Musik auf einzigartige Weise möglich macht: Begegnung, Verständigung und Gemeinschaft“, bringt es Projektleiterin Verena Mösenbichler-Bryant auf den Punkt. „In einer Zeit, die oft von Grenzen und Unterschieden geprägt ist, erinnert uns Musik daran, was uns verbindet. Unser Motto ‚Building a Bridge‘ steht genau für diesen Gedanken.“
Zwei Orchester, zwei Konzerterlebnisse
Eine Woche lang musizieren rund 120 Teilnehmende im Alter von 18 bis 82 gemeinsam in Orchestern und Ensembles, erkunden in Ausflügen und bei Gastspielen in Freiburg und Endingen die Region und bringen dabei auch das Staufener Städtle an verschiedenen Stellen zum Klingen bringen. Hingeprobt und hingefiebert wird in beiden Orchestern jedoch vor allem auf den großen Höhepunkt, das Abschlusskonzert am Sonntag, 12. Juli 2026, im FaustForum Staufen. Um 17:00 Uhr macht dort das World Adult Wind Orchestra Project (WAWOP) den Auftakt. Das Ensemble, das erfahrene Blasmusikerinnen und -musiker ab 32 Jahren aus aller Welt vereint, präsentiert unter der Leitung von Verena Mösenbichler-Bryant, Johann Mösenbichler und weiteren internationalen Dirigierenten ein vielseitiges Programm zwischen Tradition, Moderne und musikalischer Experimentierfreude. Die musikalische Reise reicht dabei von lyrischen Momenten in „Rest“ von Frank Ticheli über die farbenreichen Klangwelten von „Plasma“ von Gauthier Dupertuis und die schwungvollen Rhythmen von „Dixieland Bridge“ bis hin zu dem Werk „Bridges“ von Katahj Copley, das das Motto der Projektwoche unmittelbar musikalisch aufgreift. Mit Werken wie „Gold und Silber“ von Franz Lehár, „Stadt und Land“ von Johann Strauss (Sohn) und dem großen Finale „Folk Festival“ von Dmitri Shostakovich verbindet das Programm europäische Tradition mit internationaler Bläserkultur.
Um 18:30 Uhr folgt das Abschlusskonzert des World Youth Wind Orchestra Project (WYWOP). Das Jugendprojekt bringt junge Musikerinnen und Musiker zwischen 18 und 32 Jahren zusammen und steht für die nächste Generation der internationalen Blasmusik. Das Programm spannt einen weiten Bogen von klassischer Konzertliteratur bis zu zeitgenössischen Kompositionen. Mit „Hands Across the Sea“ von John Philip Sousa setzt das Konzert gleich zu Beginn ein musikalisches Zeichen für internationale Verbundenheit. Höhepunkte sind unter anderem die festliche Ouvertüre zu „Die Fledermaus“ von Johann Strauss (Sohn), das energiegeladene „Turbulences“ von Alexandre Kosmicki sowie „Diatonika“ von Herbert Pixner mit dem Solisten Paul Weinberger. Moderne Klangsprache und emotionale Tiefe prägen zudem Werke wie „Untitled“ von Steven Bryant und „Time Flies!“ von David Biedenbender.
Musik als Weltsprache
Die Abschlusskonzerte zeigen eindrucksvoll, was die internationalen Orchesterprojekte seit Jahren auszeichnet: Musik schafft Begegnungen, überwindet Grenzen und verbindet Menschen. Musikerinnen und Musiker bringen ihre individuellen Erfahrungen, kulturellen Wurzeln und ihre Leidenschaft für die Blasmusik ein – und wachsen innerhalb weniger Tage zu einem gemeinsamen Klangkörper zusammen. “Das Besondere an WAWOP und WYWOP ist weit mehr als musikalische Exzellenz”, betont Christoph Karle. “Musikerinnen und Musiker, die sich zu Beginn der Woche noch fremd sind, verlassen Staufen als Freunde. Aus unterschiedlichen Kulturen entsteht eine Gemeinschaft, die zeigt, wie Verständigung, Respekt und gegenseitige Wertschätzung gelingen können. Genau dafür steht die Idee “Building a Bridge” – Musik baut Brücken, wo Worte manchmal nicht ausreichen”. Und Verena Mösenbichler-Bryant ergänzt: “Musik ermöglicht Wege zueinander, fördert den interkulturellen Austausch und eröffnet neue Perspektiven. Es entstehen freundschaftliche, soziale und musikalische Brücken weit über sprachliche Grenzen hinweg“.
Einladung an das Publikum
Die künstlerische Leiterin des Projekts lädt das Publikum explizit ein, Teil dieser besonderen Verbindung zu sein. „Das Publikum ist ein wichtiger Teil dieser Brücke. Mit seiner Begeisterung und Verbundenheit zur Musik trägt es dazu bei, dass diese Idee weiterlebt und wächst.“