Gemeinsam stark für den Kinderschutz in der Amateurmusik
Kinder und Jugendliche sollen sich in der Amateurmusik sicher entwickeln können – dafür braucht es klare Strukturen, sensibilisierte Verantwortliche und gelebte Prävention. Die Bläserjugend im Bund Deutscher Blasmusikverbände e. V. (BDB) lädt herzlich zu einer zweitägigen Fachtagung zum Thema Kinderschutz und Prävention in der Amateurmusik ein.
Ziele der Fachtagung
Die BDB-Bläserjugend hat ein Schutzkonzept für ihre Bildungsangebote entwickelt. Die Fachtagung knüpft daran an und verfolgt zwei zentrale Ziele:
- Austausch und Vernetzung auf Verbandsebene:
Vertreterinnen und Vertreter von (Dach-)Verbänden erhalten Impulse für die eigene Präventionsarbeit und tauschen sich zu bestehenden Ansätzen, Herausforderungen und Perspektiven im Kinderschutz aus. - Stärkung der Prävention in Musikvereinen und Chören:
Vereinsverantwortliche werden praxisnah dabei unterstützt, eigene Schutzstrukturen zu entwickeln und in ihren Vereinsalltag zu integrieren.
Die Tagung bietet Raum für Fragen, Unsicherheiten und kollegialen Austausch – unabhängig vom bisherigen Erfahrungsstand.
Mitwirkung erwünscht
Vertreterinnen und Vertreter von (Dach-)Verbänden sind eingeladen, eigene Praxisbeispiele und Erfahrungen im Rahmen kurzer Impulse (5–30 Minuten) einzubringen. Dies kann z. B. die Vorstellung von Methoden, Konzepten oder praxisnahen Erfahrungen aus der eigenen Arbeit umfassen, um voneinander zu lernen.
Dieser Kurs ist ideal für
Vertreterinnen und Vertreter von (Dach-)Verbänden der Amateurmusik sowie Verantwortliche aus lokalen Musikvereinen, Orchestern und Chören, insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit.
Wir danken für die Unterstützung

Programm
Samstag, 25. Juli 2026, 9:30 Uhr
Begrüßung, Erwartungsabfrage und Einführung in die Themen
10:30–12:15 Uhr
Grundlagen der Prävention und erste Schritte
Referentin: Sare Sagdic-Begas (Wildwasser Freiburg)
Einführung in zentrale Aspekte des Kinderschutzes mit praxisnahen Ideen, soziometrischen Übungen und Fallbeispielen zur Stärkung der Handlungssicherheit.
12:15 Uhr
Mittagessen
13:30–15:00 Uhr
Parallele Workshops
- Für Orchester und Chöre:
Risiken erkennen – Schutz wirksam gestalten
Referentin: Melanie Däuper (Kinderschutzbund Freiburg)
Typische Gefahrensituationen im Vereinsleben, Täterstrategien und konkrete Schutzmechanismen. Einführung in die Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten. - Für (Dach-)Verbände:
Austauschforum Kinderschutz
Kurzimpulse aus den Verbänden (5–30 Minuten) sowie Vorstellung von Methoden, Konzepten, Erfahrungen und Praxisbeispielen. Ziel ist es, voneinander zu lernen und Impulse für die eigene Verbandstätigkeit zu gewinnen.
15:30 – 17:00 Uhr
Parallele Sessions
- Für Vereine:
Schutzkonzepte im Verein – Fördermöglichkeiten, Antragstellung und praktische Umsetzung - Für Dachverbände:
Austauschforum Kinderschutz (Fortsetzung der Session vom Nachmittag, Möglichkeit für weitere Kurzimpulse, Diskussion und Erfahrungsaustausch)
17:15 Uhr
Austausch & Vernetzung
18:00 Uhr
Abendessen
19:00–21:30 Uhr
Martin Schäuble – Lesung aus dem Buch „Warum du schweigst“, ergänzt durch Diskussion und Austausch zur Förderung einer Kultur des Hinsehens.
Martin Schäuble ist Buchautor und Journalist – viele seiner Bücher wurden ausgezeichnet und in andere Sprachen übersetzt. “Warum du schweigst ist ein Roman über sexualisierte Gewalt im Sport, erzählt aus zwei Perspektiven: Lena, die betroffen ist und Tim, der merkt, dass etwas nicht stimmt, aber Lenas Schweigen hilflos gegenübersteht. Er sprach dafür auch mit Betroffenen. Mehr zum Autor: www.martin-schaeuble.net
Sonntag, 26. Juli 2026
9:00–11:30 Uhr
Grenzen setzen – respektvoll kommunizieren und dabei Resilienz stärken
Praxisnahe Einführung in gewaltfreie Kommunikation, Konfliktprävention und den Aufbau einer respektvollen Vereinskultur.
Wie sprechen wir miteinander – und was macht das mit uns? In diesem interaktiven Workshop nehmen wir uns Zeit, genauer hinzuschauen: Was ist gewaltfreie Kommunikation (GfK) – und was ist eigentlich gewaltvolle Sprache? Die Grenze ist oft fließender, als wir denken.
Der zweite Schwerpunkt liegt auf dem Erlernen und Anwenden der GfK als praktisches Werkzeug: Wie nehme ich wahr, was ich fühle und brauche? Wie spreche ich das aus – klar, ohne Vorwurf, ohne Machtspiel? Und wie höre ich so zu, dass Gegenüber sich wirklich gehört fühlen? Diese Fähigkeiten bilden die Grundlage für Resilienz: Wer die eigenen Bedürfnisse und Emotionen kennt, wer empathisch mit sich und anderen umgehen kann, der ist widerstandsfähiger und kann authentischer und mutiger mit Spannungen und Konflikten umgehen.
Der Workshop verbindet kurze Impulse mit interaktiven Übungen und bietet Raum für eigene Erfahrungen. Keine Vorkenntnisse nötig – nur die Bereitschaft, offen hinzuschauen.
11:30 Uhr
Feedback und gemeinsamer Abschluss
12:15 Uhr
Mittagessen & Abreise
